Vermehrte kriminelle Aktivitäten auf Social-Media-Plattformen

Computerkriminalität war für diejenigen, die in der Online-Welt Geschäfte machen, schon immer ein Grund zur Sorge. Wer würde denn bei einer Online-Transaktion nicht zögern, wenn man an die verbreiteten Geschichten über skrupellose Online-Kriminelle denkt?

Trotzdem wird die Online-Welt größtenteils gut kontrolliert, wobei täglich sichere Transaktionen abgeschlossen werden. Die extrem leistungsfähige Verschlüsselungssoftware, die für Casinospiele um Echtgeld, E-Commerce und ähnliche Dienste verwendet wird, sorgt dafür, dass Transaktionen online durchgeführt werden können und fast keine Gefahr besteht, dass etwas schief geht, Informationen gestohlen werden oder Cyberkriminelle eingreifen. Risikogefährdet sind nur diejenigen, die unvorsichtig sind und nicht die notwendigen Vorkehrungen treffen, oder?

Neuste Statistiken zeigen, dass die kriminellen Aktivitäten auf Social-Media-Websites massiv zugenommen haben. So sehr, dass soziale Medien nicht nur als Online-Hotspot für illegale Aktivitäten bezeichnet werden könnten, sondern auch als einer für Kriminelle, die dort Handel betreiben.

Soziale Medien – ein Jagdgebiet

Soziale Medien verbinden Menschen auf eine nie zuvor dagewesene Art und Weise. Eine Person könnte Freunde in jeder Ecke der Welt haben und sich sofort mit ihnen in Verbindung setzen, was noch nie zuvor möglich war. Das ist aus einer Reihe von Gründen wunderbar und man sollte sich freuen, dass soziale Medien die Welt auf eine gute Art verkleinern.

Aber mit Menschen auf der ganzen Welt verbunden zu sein, bedeutet für Personen auch etwas viel weniger Angenehmes: Sie könnten mit Kriminellen auf der ganzen Wert in Kontakt kommen. Vor kurzem wurde aufgedeckt, dass Kriminelle soziale Medien nutzen, um Opfer zu erpressen. Dabei können sie zwischen viel mehr potentiellen Zielen auswählen als je zuvor. Und es geht nicht nur darum, vertrauliche Informationen zu ergattern, die Menschen fahrlässig online geteilt haben. Das größte Risiko birgt das Teilen von leistungsfähiger, gefährlicher Software über soziale Medien.

Malware und andere schädliche Software

Die Infektion eines Computers mit Schadsoftware kann belästigend bis hin zu extrem schädlich sein. Das Schlimmste an einer solchen Software ist, dass eine Person ziemlich leicht dazu gebracht werden kann, diese zu installieren. Ein Link könnte über soziale Medien geteilt werden, was vollkommen harmlos erscheint. Wenn Sie auf den Link klicken, gelangen Sie jedoch zu einer externen Website, auf der bösartige Software in nur wenigen Sekunden installiert werden kann.

Malware ist meist eine kleine Belästigung und oft nicht sehr schwierig zu entfernen. Ransomware hingegen kann extrem gefährlich sein und einen Computer verschlüsseln und unbrauchbar machen. Der Benutzer wird aufgefordert, ein Lösegeld zu zahlen, um die Kontrolle über den Computer zurückzuerlangen. Sobald die Ransomware installiert ist, kann nichts mehr dagegen getan werden, und die einzigen verbleibenden Optionen bestehen darin, das Lösegeld zu bezahlen oder den Computer vollständig zurückzusetzen. Wenn wertvolle Informationen auf dem Computer gespeichert wurden, wird diese mit großer Wahrscheinlichkeit verloren gehen, wenn die angeforderte Summe nicht bezahlt wird.

Wie verfahren Kriminelle auf Social-Media-Seiten?

Angesichts der Öffentlichkeit in den sozialen Medien haben Kriminelle genauso viel Zugang zu Informationen wie alle anderen auch. Es ist daher nicht überraschend, dass kriminelle Aktivitäten zugenommen haben. Natürlich unternehmen Social-Media-Plattformen Maßnahmen, um die Sicherheit der Benutzer zu gewährleisten. Oder Sie geben Benutzern zumindest die Möglichkeit, um auf deren eigene Sicherheit zu achten.

Ein Krimineller kann mit einem Benutzer auf sozialen Medien nicht interagieren, es sei denn, der Nutzer hat ihm einen gewissen Zugang gewährt. Websites wie Facebook ermöglichen es Benutzern, gezielt zu steuern, mit wem sie interagieren möchten, um solche kriminellen Zugriffe oder andere unerwünschte Informationen zu vermeiden. Andersgesagt muss ein Krimineller ein gewisses Maß an Vertrauen von einem Facebook-Benutzer gewinnen, um böswillige Aktion ausführen oder einen bösartigen Link teilen zu können.

Selbstverständlich sollten die Benutzer von sozialen Medien vorsichtig sein und nur mit Menschen interagieren, denen sie vertrauen. Das Annehmen von Freundschaftseinladungen von unbekannten Personen sollte vermieden werden und die meisten sind sich dessen auch bewusst. Es wird auch dringend empfohlen, Facebook so einzurichten, dass das Konto einer Person nur vertrauenswürdigen Freunden angezeigt wird und nicht öffentlich zugänglich ist. Dies ist natürlich die Standardeinstellung für alle Facebook-Nutzer.

Da Social-Media-Plattformen immer verbreiteter werden, ist nicht nur Facebook ein Ziel für Cyber-Kriminelle. Instagram, Twitter und andere Plattformen sind auch anfällig und Benutzer sollten sich immer bewusst sein, was sie teilen und mit wem sie interagieren. Ihr „Freund“ oder „Follower“ ist vielleicht nicht immer so freundlich!

YouTube:

Links zu den Quellen:

http://www.bbc.com/news/business-36854285

https://www.cioinsight.com/security/slideshows/cyber-criminals-found-a-home-on-social-media-sites.html

https://www.isaca.org/chapters5/Cincinnati/Events/Documents/Past%20Presentations/2015/Social%20Media%20as%20Vector%20for%20Cyber%20Crime.pdf