Selfmade-Millionäre

Selbstgemachte Millionäre
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Manchmal ist Vermögen Glückssache. Wer beispielsweise mit einem hohen Einsatz beim Roulette im Online Casino gewinnt, hat für lange Zeit keine Geldsorgen mehr. Auch die Kinder reicher Menschen müssen sich keine Gedanken darüber machen, wie sie die Miete für den nächsten Monat zusammenbekommen. Es gibt aber auch Unternehmer, die es durch eine geniale Idee und harte Arbeit geschafft haben, ein beträchtliches Vermögen aufzubauen.

Die Reichsten der Reichen

Schaut man sich die Liste der reichsten Deutschen an, fällt auf, dass sich einige Menschen und Familien an der Spitze befinden, die ihr Vermögen geerbt haben. Auf den Lidl-Gründer Dieter Schwarz folgen im Ranking die Erben von Karl und Theo Albrecht, den Gründern von Aldi Nord und Aldi Süd. In den Top 10 sind zudem unter anderem Susanne Klatten und Stefan Quandt, die Erben des Unternehmers Herbert Quandt, sowie die Familie Porsche gelistet.

Wirft man dagegen einen Blick auf das Ranking der reichsten Männer der Welt, sind dort auffällig viele Männer aufgeführt, die aus eigener Kraft an ihr Vermögen gekommen sind – sogenannte Selfmade-Milliardäre. An der Spitze thront Jeff Bezos, der ein geschätztes Vermögen von 112 Milliarden US-Dollar sein Eigen nennt. Bezos gründete im Jahr 1994 die Firma Amazon und machte sie im Laufe der Zeit zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. Auf ihn folgen Bill Gates, der Gründer von Microsoft, mit 90 Milliarden und der Großinvestor Warren Buffett mit 84 Milliarden Dollar – Männer, die ihre Firmen von Grund auf aufgebaut und an die Spitze geführt haben.

Weit oben auf der Liste sind außerdem der Facebook-Chef Mark Zuckerberg sowie die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin. Das zeigt nicht nur, dass man lediglich eine richtig gute Idee braucht, um einen enormen finanziellen Erfolg zu haben. Es beweist auch, dass es möglich ist, mit harter Arbeit nach ganz oben zu kommen. Schließlich haben Unternehmer wie Bezos, Zuckerberg, Page und Brin ihre Firmen erst vor maximal 25 Jahren gegründet und sind mittlerweile im Club der Superreichen angekommen.

Drei Arten von Selfmade-Millionären

Der US-amerikanische Journalist Thomas Corley interviewte fünf Jahre lang reiche Menschen, weil er dem Geheimnis ihres Erfolgs auf den Grund gehen wollte. Unter seinen Gesprächspartnern waren 177 Selfmade-Millionäre. Im Laufe der Zeit fiel Corley auf, dass es im Wesentlichen drei Arten von Millionären gibt, die aus eigener Kraft ihre Millionen verdient haben. Die erste Gruppe sind die Sparsamen, die jahrelang Geld zur Seite legen. Ihre Ersparnisse legen sie klug an, sodass sie an den Zinsen verdienen. Die Mitglieder dieser Gruppe, mit denen Corley sprach, haben im Schnitt 32 Jahre gebraucht, um Multimillionäre zu werden.

Ihre Methode zeugt nicht gerade von Mut zum Risiko, war aber dennoch von Erfolg gekrönt. Die zweite Gruppe bilden die Führungskräfte, die durch harte Arbeit und kluge Entscheidungen Unternehmen an die Spitze brachten. Ihr Vermögen vermehrten sie nicht nur durch ihr Gehalt, sondern auch durch Bonuszahlungen für ihre außergewöhnlichen Leistungen. Die dritte Gruppe besteht aus den Gründern, die ihr eigenes Unternehmen aufgebaut haben.

Sie haben den riskantesten Weg gewählt, um reich zu werden, weil in den seltensten Fällen von Anfang an klar war, dass sie Erfolg haben würden. Corley fand heraus, dass 34 Prozent der Gründer aus seiner Studie zumindest ein Unternehmen gegen die Wand gefahren haben, bevor sie schließlich den Durchbruch schafften. Zudem haben sie meist eine Menge Eigenkapital in ihren Traum gesteckt und damit ihre Zukunft und die ihrer Familien riskiert. Weil sie aber an den Erfolg glaubten, sind sie drangeblieben, was sich letztlich ausgezahlt hat.