Scheidung – Wer bekommt den Hund?

Scheidung und Haustiere – wer darf Fido behalten?
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Eine Scheidung ist meistens eine unschöne Angelegenheit. Aus einer ehemals auf Liebe und gegenseitigem Verständnis gegründeten Beziehung wird ein Rechtsstreit, bei dem es oft plötzlich darum geht, Vermögenswerte zu teilen. Scheidungen können manchmal von beiden Seiten vor Gericht gebracht werden und es dauert teils Jahre, bis sie beendet sind. Die psychische Belastung kann natürlich enorm sein. Vor allem, wenn es um Kinder geht. Mit dem Anstieg von Scheidungen nimmt auch die Zahl der Kinder zu, die in zwei Haushalten leben.

Aber was ist mit den Haustieren? Kinder und finanzieller Reichtum stehen bei einer Scheidung natürlich im Mittelpunkt, und das aus gutem Grund. Haustiere werden jedoch oft vernachlässigt und als Teil des Vermögens behandelt. Sie werden einfach mit Autos, Elektronik und anderen wertvollen Haushaltsgegenständen in einen Topf geworfen. Aber sollte das so sein? Viele würden dieser Behandlung von Herzen widersprechen. In letzter Zeit ändern auch die Gerichte ihre Haltung dazu.

Haustiere sind keine Besitztümer

Viele Gerichte behandeln Haustiere nicht mehr als Sachbesitz. Unter der Federführung einiger wichtiger Gesetzgeber rund um den Globus werden Anstrengungen unternommen, Haustiere mehr nach dem Prinzip von Kindern und nicht von Objekten zu behandeln. Weil die Parteien in Scheidungsfällen häufig eine solche Behandlung fordern, übernehmen Gerichte auf der ganzen Welt diesen Ansatz.

Schon in mehreren Fällen wurden für Haustiere gemeinsame Sorgerechte, Besuchsrechte und alles andere, was man bei einem menschlichen Kind erwarten würde, zugesprochen. Das macht auch Sinn, wenn man bedenkt, wie sehr viele an ihren Haustieren hängen. Auch für die Lebewesen, die einst Teil einer Familie waren, muss natürlich das beste Arrangement gefunden werden.

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Trennung mit Haustieren
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Der kuriose Fall von Gigi

Viele erwähnen gern den Fall eines Windhundes namens Gigi in den 1990er Jahren. Gigi war das Haustier eines in San Diego lebenden Paares, der berüchtigten Linda Perkins und Dr. Stanley. Nach der Trennung erhielten die beiden das gemeinsame Sorgerecht für Gigi, aber keiner von beiden war mit dem Ergebnis zufrieden und sie beschlossen daher, das Thema weiter zu behandeln.

Es folgte ein über zwei Jahre andauernder Gerichtsstreit, an dessen Ende Linda das volle Sorgerecht für den Hund erhielt. Der Rechtskrieg kostete schätzungsweise 150.000 Dollar – weitaus mehr, als die meisten bereit wären, für das Sorgerecht für ihr Haustier zu zahlen. Man geht allgemein davon aus, dass es bei dem Fall um mehr als um das Haustier ging, aber auf jeden Fall war es Gigi, der die Art und Weise veränderte, wie Gerichte Haustiere betrachten.

Ändert sich die Einstellung wirklich?

Gigi ist eine Sache, aber die Tatsache, dass Gerichte generell anfangen, das Interesse von Haustieren zu berücksichtigen, ist eine gute Nachricht. Aber wie viele Gerichte behandeln Haustiere immer noch wie Sachwerte? Eine von der American Academy of Matrimonial Lawyers im Jahr 2014 durchgeführte Umfrage wies ausdrücklich darauf hin, dass die Zahl der Gerichtsverfahren, die sich mit dem Sorgerecht für Haustiere befassen, um etwa 27 % gestiegen ist.

Diese Erhebung umfasste den Zeitraum vor 2017, also 5 Jahre. Offensichtlich wollen viele Menschen nicht mehr, dass Haustiere als Sachbesitz behandelt werden. Man darf jedoch nie vergessen, dass es auch Leute gibt, die sich die Anwaltskosten für eine solche Situation einfach nicht leisten können. Niemand würde jemanden absprechen, dass er seine Haustiere liebt, die jeweilige finanzielle Situation erlaubt jedoch in vielen Fällen keinen Streit vor Gericht.

Viele Anwälte sagen offen, dass es für Paare am besten ist, sich außergerichtlich zu einigen, wie mit Haustieren umgegangen werden soll. Es können zwischen Paaren Vergleiche geschlossen werden, ohne dass sich ein Gericht einmischt, etwa um sicherzustellen, dass Fido oder Fluffy beide Elternteile gleichermaßen sehen oder dass man das einer das volle Sorgerecht übernimmt. Auf diese Weise leiden die Tiere nicht unter den negativen Auswirkungen einer unangenehmen Trennung.

Quellennachweis:

https://www.nytimes.com/2017/03/23/us/divorce-pet-custody-dog-cat.html