Die Zukunft der innovativen urbanen Mobilität

Die BMW-Vision für die Zukunft des Verkehrs
Quelle: cdn.bmwblog.com

Seit 2007 leben erstmals in der Geschichte der Menschheit mehr Menschen in Städten als in ländlichen Gebieten. In einigen Ländern betrifft die Urbanisierung bereits zwei Drittel der Bevölkerung oder mehr.

Die Zukunft der Menschheit ist die Zukunft der Städte. Deshalb konzentrieren sich die Vereinten Nationen, die meisten nationalen Regierungen und eine Reihe multinationaler Konzerne auf integrierte, innovative Stadtentwicklung.

Die Herausforderung besteht darin, Städte zu bauen, in denen mehr Menschen leben können, aber gleichzeitig weniger Grundfläche verbraucht wird, und das in einer Umgebung, die komfortabel, nachhaltig und erschwinglich ist und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck der Menschheit verringert.

Diese Herausforderung hat viele Aspekte: Räumliche Planung sowie Verteilung von Ressourcen und Versorgungseinrichtungen gehören zu den offensichtlichsten. Einer der am leichtesten übersehenen Bereiche hingegen ist die innovative urbane Mobilität.

Je älter eine Stadt ist, desto schwieriger ist es, bestehende Strukturen einzureißen und neu anzuordnen, etwa damit Arbeiter subventionierte Wohnungen bekommen können, die besonders nahe an den Gebieten liegen, in denen sie arbeiten, sodass diejenigen mit dem niedrigsten Einkommen die geringsten Fahrtkosten haben. In diesen Umgebungen müssen Lösungen für die städtische Mobilität entwickelt werden, durch die die aktuellen Probleme in den Bereichen Verkehr, Sicherheit, Umweltverschmutzung und Kosten gelöst werden können.

Es ist ein Bereich, der viel unternehmerisches Engagement anzieht, sowohl seitens individueller Erfinder als auch seitens Großkonzernen. Die Konzepte, die so entstehen, reichen von faszinierend bis hin zu zweifelhaft. Für einige Ideen für kosteneffiziente, massentaugliche urbane Mobilitätslösungen scheint die Zeit noch nicht ganz gekommen zu sein, andere sind bereits als Pilotprojekte realisierbar – diverse Erfinder haben zum Beispiel bereits Elektrofahrräder und -roller entwickelt, die für Zug- oder Busfahrten zusammengeklappt werden können. Diese alternativen Transportmethoden sind eine gute Option für Pendler, und für viele wäre eine solche zu besitzen so, wie bei einem Casinospiel den Jackpot zu knacken. Der einzige Nachteil ist, dass sie keine Universallösung für das Transportproblem sind.

Nur fliegen ist schöner – noch immer

Der menschlichen Faszination fürs Fliegen haben wir es zu verdanken, dass die Idee persönlicher Fluggeräte immer wieder aufkommt – und das selbst nachdem wir 30 Jahre lang darauf gewartet haben, uns von den leeren Versprechungen aus „Zurück in die Zukunft“ enttäuschen zu lassen. Keine fliegenden Autos, und noch nicht einmal Hoverboards haben wir bekommen…

Auf Grund der Beliebtheit von Drohnen und neuen Innovationen in den Bereichen Motor- und Rotortechnik haben die verschiedensten individuellen Designer sowie mindestens ein großes Unternehmen, Airbus, damit begonnen, Nachforschungen im Bereich der Lösungen zur fliegenden urbanen Mobilität anzustellen.

Angesichts der Sicherheitsprobleme, die persönliche Fluggeräte mit sich bringen, können wir jedoch noch mit Jahren des Testens und Entwickelns rechnen, bevor der Abflug aus dem Verkehr zu einer realistischen Option wird – und zur massentauglichen Transportlösung wird es wohl niemals werden.

BMW Vision E³ – AutoInnovator setzt auf Fahrräder

Die meisten etablierten Autohersteller arbeiten an Lösungen für den städtischen Verkehr, die erschwinglich, umweltfreundlich und massentauglich sind. Bosch konzentriert sich beispielsweise auf das Reduzieren der Emissionen in bestehenden fossilen Verbrennungsmotoren und auf die allmähliche Einführung von kosteneffizienten, leistungsfähigen Elektrofahrzeugen, die Selbstfahren, Mitfahrgelegenheiten und ausgefeilte Software, die erkennen kann, wo Verkehr, Parkplätze, mögliche Kollisionsgefahren etc. vorhanden sind, kombinieren.

Viele Unternehmen, die an selbstfahrenden Autos und persönlichen Transportmöglichkeiten arbeiten, haben nicht vor, die vorhandene bauliche Infrastruktur der Städte zu verändern. Der BMW Vision E³ Way hingegen ist ein kühnes Konzept, das Städte revolutionieren und die Gesundheit der Bevölkerung begünstigen könnte.

Radfahren ist weltweit als kostengünstige, massentaugliche Fortbewegungsart für Menschen aller Einkommensschichten in der Stadt angesehen. Leider sieht die Realität in vielen Städten so aus, dass Radfahren auf mit Autos geteilten Straßen alles andere als sicher ist, und in anderen macht steiles Terrain das Radfahren zu einer Herausforderung für alle, die nicht vollkommen verschwitzt zur Arbeit oder zum Geschäftsmeeting kommen wollen.

Für den BMW Vision E³ Way wären zwar umfassende infrastrukturelle Baumaßnahmen notwendig, doch er würde den beiden genannten Problemen entgegenwirken und Tausenden von Pendlern in den Städten die Möglichkeit geben, von Autos, Bussen und Bahnen auf E-Bikes umzusteigen.

Ziel des BMW Vision E³ Way ist es, mit Hilfe der drei Es in seinem Namen innovative urbane Mobilität zu ermöglichen: „erhöht, elektrisch und effizient“. Mit Elektromotoren an Fahrrädern ermöglichen haben Pendler weiter die Möglichkeit, wie gewohnt in die Pedale zu treten und sich fit zu halten, kommen aber bequem auch Steigungen hoch.

Der BMW Vision E³ Way wäre durchgängig erhöht und vom übrigen Straßenverkehr durch Schleusen oder Rampen zum Ein- und Ausfahren getrennt. Der reine Radweg wäre dadurch viel sicherer und würde dennoch eine effiziente, kostengünstige Massenmobilität in der gesamten Stadt ermöglichen.

Dies ist nur eine der Ideen des deutschen Autogiganten, um für einen Wandel im Bereich der urbanen Mobilität in lebenswerteren Zukunftsstädten zu sorgen. Hoffentlich wird eine wagemutige Stadt ein Pilotprojekt in Auftrag geben, damit wir besser beurteilen können, wie dieser revolutionäre Plan für einen sichereren, gesünderen Stadtverkehr in der Praxis funktioniert.

Quellen: