Black Panther und die Geburt des Afrofuturismus

Szenen aus dem Film

Black Panther feierte seine Premiere im Januar und hat die Filmwelt im Sturm erobert. Der Film erreichte die 700-Millionen-Dollar-Marke innerhalb von vierzehn Tagen, was ihn zu einer der beim Kinostart erfolgreichsten Comic-Verfilmungen aller Zeiten macht. Zwar lässt sich behaupten, dass nahezu alles, was auf Comics basiert, stets ein großer Hit ist und häufig sogar Onlinecasino- und Videospiele rund um das Thema entstehen, aber Black Panther bringt ein ganz neues Element ins Spiel. Das, was Sie im Onlinecasino finden, entspricht allerdings mehr dem Superhelden-Standard als dem, was Sie in diesem unglaublichen neuen Film zu sehen bekommen. Fürs erste zumindest.

Es war nicht nur der Anklang in den USA, der überraschte – Black Panther belegte beim weltweiten Kinostart Platz drei in Südafrika und den ersten Platz unter allen Filmen in Ost- und Westafrika. Dies überraschte viele Kritiker, die glaubten, dass ein Film mit hauptsächlich schwarzen Schauspielern, einem schwarzen Autor und einem schwarzen Produzenten nicht so gut ankommen würde wie andere Mainstream-Filme.

Einfluss von Black Panther

Der Film hat mehr Einfluss als nur die Einstellung der Hollywood-Elite zu ändern, und eine Reihe sehr einflussreicher Personen betonte sein Potenzial, unterrepräsentierte Gruppen, insbesondere Afroamerikaner und Afrikaner, zu inspirieren und zu motivieren.

Stellen Sie sich doch einmal für einen Moment ein schwarzes Kind vor, das noch nie einen Superhelden oder eine technisch hochentwickelte schwarze Nation gesehen hat, mit denen es sich identifizieren kann, die kämpfen, gewinnen und Hindernisse überwinden. Ein Kind, das noch nie einen Superhelden gesehen hat, der aussieht wie es selbst. Junge Mädchen, die noch niemals eine starke schwarze Frau in der Rolle einer Waffenspezialistin oder Prinzessin gesehen haben. Plötzlich gibt es eine Gruppe von Menschen, die Personen mit ihrer eigenen Hautfarbe dabei zusehen kann, wie sie gegen das Böse kämpfen und ein Land retten, wie sie in positivem Licht, als schön und stark dargestellt werden, in einem afrikanischen Land, dass der glücklichste und fortschrittlichste Ort der Welt ist.

Wann wurde ein afrikanisches Land zuletzt als etwas anderes als eine Grube hungernder Menschen dargestellt? Wann gab es zuletzt einen Film, der etwas anderes betonte als den schweren Kampf der schwarzen Nationen? Black Panther hat damit gebrochen, ist eine Feier des Erfolgs und beschäftigt sich mit vielen der politischen Fragen, mit denen die Welt derzeit zu kämpfen hat. Und all das tut der Film ohne dem Zuschauer eine Meinung aufzuzwingen.

Und dieser Einfluss gilt nicht nur für schwarze Personen, der Film hat das Potenzial, Kindern aller Hautfarben eine Perspektive zu geben und sie zu beeinflussen. In dieser Hinsicht hat der Film das Potenzial so einflussreich zu sein, dass eine GoFundMe-Kampagne gestartet wurde, um es Kindern zu ermöglichen, sich ihn anzusehen.

Nicht nur schwarze Kinofreunde konnten sich an Black Panther erfreuen – unter den Zuschauer waren Mitglieder aller Glaubensrichtungen und Hautfarben zahlreich vertreten, was die Meinung, dass ein Film über schwarze Helden auch nur ein schwarzes Publikum anlocken würde, eindeutig widerlegte.

Die Handlung

Black Panther spielt in dem fiktionalen afrikanischen Land Wakanda und handelt vom jungen Sohn des toten Königs. Nach außen wirkt Wakanda wie ein verarmtes, unbedeutendes, rückständiges Dorf. Doch in Wirklichkeit ist die Stadt Wakanda so fortschrittlich, dass sie sich aus eigenem Antrieb versteckt.

Vieles im Film ist von der afrikanischen Kultur inspiriert, nicht zuletzt das Vorhandensein eines Königs und seines jungen Sohnes, der sich aufmacht, um für das Gute zu kämpfen. Der Einsatz afrikanischer Musik und sogar afrikanischer Sprachen hat in der Tat die Macht, Barrieren zu durchbrechen und zu inspirieren. Nicht zu vergessen den Sieg über das Böse, bei dem ein Versagen zu einer weltweiten Katastrophe führen könnte. Und es hätte kaum einen besseren Zeitpunkt für den Kinostart geben können, als den, an dem der afrikanische Kontinent nach einem Oberhaupt sucht.

Die Beliebtheit von Black Panther

Die Begeisterung, die mit dem Kinostart des Films einherging, ist nur der neuste Beitrag zu einer Unterhaltung, die schon seit einer ganzen Weile stattfindet, und einem Aufleben der schwarzen Popkultur. Der Fokus liegt auf dem Erzählen von Geschichten, die sich um die Leben schwarzer Personen drehen. Das ist spannend, denn es findet ein Perspektivenwechsel statt, weg von Schwarzen als Sklaven in historischen Filmen oder Gangstern, die in den Städten ums Überleben kämpfen. Für lange Zeit spielten Afroamerikaner in Hollywoodfilmen nur Nebenrollen. Das Erscheinen eines Films mit einer fast ausschließlich schwarzen Besetzung, der sich um eine futuristische afrikanische Geschichte dreht, ist daher ein willkommener, lange fälliger neuer Punkt auf der Kino-Speisekarte.

Black Panther hat all das geleistet, und das unter der Fahne einer Marke, die man nur als Goldesel bezeichnen kann. Der Film hat Erfolg und zieht allein durch sein Genre die Fans an – viele, die der kulturelle Hintergrund interessiert, wie auch allgemeine Kinofreunde, die einfach „etwas, das gut aussieht“ sehen wollen. Der Film ist ein echter Meilenstein und gibt den Startschuss für ein ganz neues Filmgenre.

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